Aus für den Windpark Poyenberg - BUND-Steinburg

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Aus für den Windpark Poyenberg

Windkraft
Projekt zugunsten des Seeadlers gekippt
 
Der BUND fordert und unterstützt die Entwicklung regenerativer Energien wie z.B. Windkraft und Solarstrom. Aber nicht jede profitabel erscheinende Fläche ist geeignet. Das gilt u.a. dort, wo gefährdete Tierarten einem besonderen Tötungsrisiko ausgesetzt sind. Deshalb hatte die Kreisgruppe schon 2012 während der Teilfortschreibung des Regionalplans der Ausweisung eines Eignungsgebiets in Poyenberg widersprochen: Die Fläche im Niederungsgebiet der Buckener Au eigne sich nicht aus Gründen des Artenschutzes und des Schutzes von Natur und Landschaft.
Dennoch wurde die Eignung ausgesprochen und die Gemeinde überplante die 114 ha gemeinsam mit der Firma Prokon. Auch in diesem Verfahren intervenierten wir wieder zugunsten der Fledermäuse, Vögel, Kleinsäuger, Amphibien.
Biologische Untersuchungen bestätigten unsere Bedenken. An Großvögeln wurden (unterschiedlich häufig) beobachtet: Seeadler, Rotmilan, Weißstorch, Schwarzstorch, Rohrweihe, Wiesenweihe, Kranich, Schwarzmilan - ein schöner Bestand!
Die Genehmigungsbehörde (LLUR) sah keine Möglichkeit, das Tötungsrisiko für den Seeadler wirksam zu verhindern. Folge: Nach europäischem und deutschem Naturschutzrecht kann der Windpark Poyenberg nicht genehmigt werden.
 
Ebenfalls auf Eis: Windpark Meezen
Nachdem die Firma Prokon ihre Windpark-Pläne in Poyenberg gestoppt hat, hat auch die benachbarte Gemeinde Meezen (Kreis Rd/Eck) ihre Windkraftplanung auf Eis gelegt, da deren 34 überplante Hektar die gleiche Gefährdung für den Seeadler bedeuten.
Das freut besonders die Bürgerinitiative, in der sich Meezener, Graueler und Poyenberger zusammentaten, um einen Bürgerentscheid zu initiieren. Das mehrheitliche Votum der Meezener Einwohner gegen die Windkraftanlagen wurde jedoch vom Land nicht anerkannt, weil die Abstimmung nicht fristgerecht erfolgt war. Dem Seeadler sei Dank und dem Naturschutzrecht - so kommen diese Bürger doch noch zum Ziel. 

Und in Rethwisch?
Hier versucht die Gemeinde weiterhin, dem Windkraft-Projekt der Firma Holcim zum Durchbruch zu verhelfen. Die Anlagen befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem (zumindest temporär und einmal erfolgreich genutzten) Seeadlerhorst.
Auch hier hat sich die BUND-Kreisgruppe eingesetzt. Wir bleiben dran!
 
 
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